Herbst am Universitätsring mit Blick zur Scharrenstraße. 2017 in Halle.
Herbst am Universitätsring mit Blick zur Scharrenstraße. 2017 in Halle.

Scharrenstraße

Ehemals: Schärne (um 1750), Scharrngasse (1830)

Inhaltsverzeichnis

Die Scharrenstraße ist eine Straße in der nördlichen Innenstadt von Halle an der Saale. Sie verbindet die Geiststraße mit Harz (Straße) und Weidenplan. Die Straße verläuft parallel zum Universitätsring.

Geschichtliches zur Scharrenstraße

Die Straße ist benannt nach den Fleischbänken, den Scharren. 1893 wurde die ehemalige Gasse zur Straße. Bis zur Eingemeindung nach Halle gehörte sie zur Vorstadt Neumarkt.

Die Scharrenstraße im Stadtplan von 1724.
Die Scharrenstraße (hervorgehoben) im Stadtplan von 1724. Quelle: Universität Münster

Die Lage und Richtung der Gasse entwickelte sich (laut Schultze-Gallera) durch die Stadtbefestigung Halles. Denn die spätere Straße folgt dem Verlauf der äußeren Stadtmauer, an der sie sich entlang zog. Daher war die Gasse auch nur auf der nördlichen Seite bebaut. Die Häuser an der Südseite bildeten sich erst im 18. Jahrhundert.

1755 wurde das Petersberger Tor abgerissen. Es verband die Vorstadt Neumarkt mit dem Vorort Petersberg, ungefähr dort, wo Harz und Scharrenstraße zusammentreffen.

Karte der Scharrenstraße von 1931

Scharrenstraße Karte 1931, Adressbuch Halle, ULB
Karte der Scharrenstraße von 1931, Adressbuch Halle, ULB
Quelle: Link (zuletzt abgerufen am 24.03.2024)

Gebäude der Scharrenstraße

Nachfolgend sind einige Informationen zu aktuellen und ehemaligen Häusern in der Scharrenstraße aufgeführt.

Ehemaliges Haus Scharrenstraße 1

Ein zweistöckiges Haus in Fachwerkbauweise an der Ecke zur Geiststraße mit zweistöckigen Giebel in Richtung Universitätsring (bzw. Alte Promenade).

Blick in die Geiststraße von der Ecke Große Ulrichstraße und Alte Promenade. Fotografiert von Gottfried Riehm.
Blick in die Geiststraße von der Ecke Große Ulrichstraße und Scharrenstraße (rechts). Fotografiert von Gottfried Riehm. Bild: Riehm 182

Scharrenstraße 4

Viereinhalbgeschossiger Ziegelbau mit Putzgliederung und Mittelerker. Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts.

Häuser der Scharrenstraße.
Häuser der Scharrenstraße. Mittig das Haus Nummer 4. Foto: Sven Osada, 2017

Scharrenstraße 7

Viergeschossiger Putzbau in spätklassizistischer Bauart mit reicher Fassade. Um 1860 erbaut.

Scharrenstraße 7 im Jahr 2017.
Scharrenstraße 7, Foto: Sven Osada, 2017

Ehemaliges Haus Scharrenstraße 8

Dieses Haus wurde das Böhmische Haus (Nr. 1351) genannt. Bereits 1835 ist es laut Schultze-Gallera im Besitz der Töpferei von Böhme.

Scharrenstraße 9

Dreieinhalbgeschossiges Wohnhaus in markanter Ecklage. Erbaut im neubaroken Stil mit Putz und wuchtigem Eckerker. Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts.

Blick durch den Harz zur Scharrenstraße. Fotografiert von Gottfried Riehm.
Blick durch den Harz zur Scharrenstraße 9. Fotografiert von Gottfried Riehm. Bild: Riehm 281

Ehemaliges Haus Scharrenstraße 11

Ein glattgeputztes zweistöckiges Haus mit ausgebauten Giebel. Es trug eine Mamortafel mit folgender Inschrift: "In diesem Hause wohnte während seiner Studienzeit in den Jahren 1853 und 1854 der Afrikaforscher Gustav Nachtigal. Der Erinnerung hieran widmet diese Tafel der Verein für Erdkunde zu Halle".

Die Scharrenstraße 11 in Halle. Fotografiert von Gottfried Riehm.
Die Scharrenstraße 11 vom Harz gesehen. Fotografiert von Gottfried Riehm. Bild: Riehm 97

Bilder aus dem Jahr 2017

Blick aus der Scharrenstraße zum Harz und zum Weidenplan.Blick aus der Scharrenstraße zum Harz und zum Weidenplan

Weidenplan Ecke Scharrenstraße in Halle.
Weidenplan Ecke Scharrenstraße

Weitere Impressionen aus längst vergessener Zeit

Scharrenstraße mit Blick zur Geiststraße. Ecke Harz.
Scharrenstraße mit Blick zur Geiststraße. Ecke Harz. Bild: Riehm 82
Fotograf: Gottfried Riehm, Quelle: Stadtarchiv Halle (Saale), DDB

Die Alte Promenade (Universitätsring). Die Häuser gehören zur Scharrenstraße. Fotografiert von Gottfried Riehm.
Die Alte Promenade (Universitätsring). Die Häuser gehören zur Scharrenstraße. Fotografiert von Gottfried Riehm. Bild: Riehm 73

Quellen und Literatur

  1. Sigmar Baron von Schultze-Galléra: Topographie oder Häuser- und Strassen-Geschichte der Stadt Halle a. d. Saale, Zweiter Band zweite Hälfte Vorstädte und Stadterweiterung Nördlicher Halbkreis, Halle, 1923, S. 142f
  2. Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 4, Stadt Halle, Holger Brülls, Dorothee Honekamp, 1996, fliegenkopf verlag Halle, Leipzig, 3-910147-62-3

Kategorien

Weiterführende Seiten:

Die Geiststraße ist eine bedeutende Straße in der nördlichen Innenstadt von Halle an der Saale.

Der Harz ist eine Straße in der nördlichen Innenstadt von Halle an der Saale.

Der Universitätsring ist eine Straße der Altstadt von Halle an der Saale.

Der Weidenplan ist eine Straße in der nördlichen Innenstadt von Halle an der Saale.

Diese Seite wurde am 05.03.2024 erstellt und am 06.12.2024 zuletzt bearbeitet.

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Widmung ⯆

Dieses Portal ist entstanden durch Inspiration meiner leider viel zu früh verstorbenen Frau und ihrer tiefen Verbundenheit mit der Stadt Halle.
Geboren wurde sie in eine altehrwürdige Familie von Salzsiedern und sie blieb ihr Leben lang an Halle interessiert.
Ruhe in Frieden.

Peggy Peter
* 1977, † 2023

Wir werden uns wiedersehen!

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